W-106 – Stalltritt SPG V
Eigenschaften:
Kennung: | - |
Widmung: | Den Vorgängern |
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Beschreibung:
300 mm hoher Tritt vollständig in Handarbeit gefertigt. Mit halbverdeckter Schwalbenschwanzverzinkung und durchgestemmten Zapfen.
Geschichte:
Da das Übungsmaterial zu den Werkstücken 102 wie 103 zu kurz waren, musste man mehr Resthölzer aus dem Holzlager aussuchen um eine adäquate Verbesserung zu bauen. Das eigene Ziel, welches man sich gesetzt hat ist das vollständige Fertigen in Handarbeit. Gestellsäge, Raubank, Schweiß. Nun sind es wirklich die Reste der Resthölzer, welche noch ein dritte Chance bekommen. Verzogen, überschneidende Faserrichtung, zahlreiche Holzfehler, genau die Hölzer, welche man nicht mit Handwerkzeugen bearbeiten will. Das Auftrennen des Eschenbretts hat schon über vier Stunden gebraucht, war es doch breit und lang, so hat man selbst mit der groben Gestellsäge nicht mehr allzu viel Zugweg übrig. Ursprünglich fand man vor 4 Jahren im Keller der Schreinerei eine Gestellsäge mit feiner Wechselzahnung. Diese war über die Jahre auch öfters nützlich. Beim Auftrennen längs zur Faserrichtung hätte das allerdings 8 Stunden gebraucht. Glücklicherweise barg der Keller noch weitere eingestaubte Gestellsägen, so auch welche mit gröberer Zahnung, welche für diesen Zweck besser waren. Mit Paraffin gleitet das Blatt auch besser durch das Holz. Ähnliches mit der Rauhbank: Seit 4 Jahren begleitet eine alte Rauhbank im Geschäft und zuletzt die W-105 SITA Prüfung der Meisterschule. Allerdings ist das gute Stück mit einem normalen flachen Messer ausgestattet. Damals in der Berufsschule hat man jedoch kurz den Schrupphobel angerissen, aber nie benutzt oder gesehen. Dieser wäre nun zum groben Schruppen des Sägerauen Brettes ideal, eigentlich obligatorisch. Wieder einmal hatte der Keller eine Besonderheit zu bieten: Eine lange Schrupp-Rauhbank mit gewölbter Hobelsohle. Ein großes Gerät und gerade richtig für diese Anwendung. Damit wurden sowohl die Seitenbretter als auch das Trittbrett grob geschruppt, anschließend geschlichtet mit der normalen Rauhbank sowie den kleinen Hobeln. Das Trittbrett besteht aus dem letzten ganzen Brett der Thüringer Bergulme. Dementsprechend war auf einem Teil noch der etwas der Kern zu sehen. Ursprünglich wollte man diese Ulme entzwei teilen und wieder zusammenleimemn. Da alles andere aber auch aus ganzen Brettern besteht wäre diese Aktion ein Stilbruch, so wurde das bisschen Kern nun über einen Querschnitt entfernt und das Brett als ganzes beidseitig gehobelt. Nun ist dort in der Mitte allerdings ein Faserrichtungswechsel. Kein Problem für eine Dickenhobelmaschine. Wenn man nun allerdings mit der Rauhbank über das ganze Brett fahren will, gibt es ab der Hälfte ordentliche Hobelschläge. So bestand die Schwierigkeit darin, beidseitig bis zur Mitte zu hobeln und trotzdem ein anständiges Oberflächenbild zu erzielen.
Produktion:
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